Der Portugiesische Wasserhund, offiziell Cão de Água Português genannt, ist eine sehr alte und zugleich sehr seltene Hunderasse. Er sieht einem Standard-Pudel sehr ähnlich und ist mit diesem auch eng verwandt, welches erst 2017 durch eine Genanalyse bestätigt.

Erstmalige Erwähnung eines solchen „fischenden, gelockten Hundes“ wurde bereits um 600 v. Christus erwähnt. Wie sie nach Portugal kamen, ist unsicher. Möglicherweise wurden sie von den Persern eingeführt. Sicher ist, dass im antiken Rom Wasserhunde als "canis piscator" (Fischerhunde) oder "canis leo" bekannt waren (canis leo= Löwenhund, der Schur entsprechend). Die Leistungen dieser Hunde sind erstaunlich und äußerst bemerkenswert. Als hervorragender Schwimmer und Taucher ist der „Cao de Agua portugués" ein unzertrennlicher Gefährte der Fischer gewesen, denen er unzählige Dienste leistete. Sie arbeiteten bei praktisch jedem Wellengang des Atlantiks und halfen den Fischern beim Ausbringen und Einholen der Netze. Sie fungierten auch als eine Art Kurier für die Fischer vom Schiff zum Ufer. Im Hafen bewachten sie Schiffe und Fang. In zahlreichen Fällen sollen diese Hunde Schiffbrüchigen das Leben gerettet haben. Wahrscheinlich leisteten sie diese anspruchsvolle Arbeit bereits seit vielen Jahrhunderten. Es gibt nur wenige Hunderassen, deren Existenz historisch so gut belegt ist. Schlagartig bekannt wurde der Portugiesische Wasserhund durch „Bo“, einen Wasserhund-Welpen, den US-Präsident Barack Obama seinen beiden Töchtern zum Einzug ins Weiße Haus schenkte. Heute haben Wasserhunde ihre Bedeutung beim Fischfang verloren. Aufgrund des technischen Wandels wurde die Arbeit der Wasserhunde zum großen Teil von Maschinen übernommen. Dies führte dazu, dass die Anzahl an benötigten Wasserhunden stark zurückging und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren sie fast ganz verschwunden. Bis hin zu dem Ergebnis, dass 1970 der Portugiesische Wasserhund als seltenster Hund im Guinnessbuch der Rekorde angeführt wurde. Heute arbeiten sie in anderen Berufen. Sie werden gerne als Assistenz-oder Therapiehunde eingesetzt. Mit zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Portugiesische Wasserhunde aber in der Rolle als Familien- und Begleithund. Seit 2004 wird der Hund in Deutschland von einer kleinen Anzahl begeisterter Züchter gezüchtet.